Einmal Halle/Saale bitte: Bahn oder Auto?

Viele Studenten und Berufstätige betrifft es: Sie sind Pendler. Auch wir pendeln mehrmals wöchentlich zwischen Leipzig und Halle. Doch welches Verkehrsmittel eignet sich eher, um möglichst kostengünstig, schnell und sicher von Leipzig nach Halle zu gelangen: Bahn oder Auto? Wir haben für euch den Test gemacht!

Mit der S-Bahn nach Halle

Dank des City-Tunnels ist der Einstieg in vielen Stationen Leipzigs möglich, wie beispielsweise am Bayerischen Bahnhof oder am Markt. Man kann entweder mit der S5 oder der S3 nach Halle fahren. Beide fahren in regelmäßigen und kurzen Abständen. Die S5 ist mit 32 Minuten reiner Fahrzeit insgesamt 8 Minuten schneller als die S3. In den Stoßzeiten ist es nicht immer einfach, einen Sitzlatz zu ergattern und auch die Fahrradmitnahme gestaltet sich schwierig. Außerhalb dieser Zeiten ist beides allerdings kein Problem.

Die S-Bahnen sind modern und sauber, auch die Toilette (in jedem Wagon eine)  kann sich für Bahnverhältnisse sehen lassen. Allerdings ist ein Fensterplatz für Menschen mit längeren Beinen nicht zu empfehlen, da die Mülleimer so platziert sind, dass man mit den Beinen dagegen stößt. Abzüge gibt es für die Klimaanlage, die meistens viel zu kühl eingestellt ist. Für Studenten ist die Fahrt nach Halle dank des Semestertickets kostenlos, für alle anderen kostet eine Fahrt stolze 11 Euro. Die Pünktlichkeit lässt hin und wieder zu wünschen übrig, wie man das bei vielen Deutsche Bahn-Verbindungen eben gewohnt ist.

In Halle angekommen, kann man problemlos Anschlussverbindungen mit der örtlichen Straßenbahn in Anspruch nehmen. In unserem Falle brauchten wir von Haustür zu Haustür insgesamt 1 1/4 h. Für die recht schnelle unkomplizierte Verbindung vergeben wir insgesamt 3 von 5 Theos.

Drei Theos von Fünf

Mit dem Auto nach Halle

Mit dem Auto nach Halle zu fahren, klingt erst einmal recht unkompliziert, da man mobil und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Es gibt die Möglichkeit, die Saalestadt über die A 14 oder A38 zu erreichen – je nachdem aus welcher Ecke Leipzigs man startet. Wir haben uns jedoch für den Weg über die Landstraße entschieden, da an besagtem Tag Stau auf der Autobahn angesagt war. Doch auch auf der Landstraße war der Verkehr zähfließend.

Als wir den Ortseingang Halle passierten, hatten wir trotz eingeschaltetem Navigationsgerät Probleme, uns in der Innenstadt zurechtzufinden. Die umständliche Verkehrsführung ist für Nicht-Heimische nur schwer zu durchschauen. Wir brauchten auch aufgrund dieser Unwägbarkeiten sehr lange bis zu unserem Institut in der Mansfelder Straße und mussten außerdem Bekanntschaften mit sehr leidenschaftlichen Autofahrern machen. Auch die Suche nach einem Parkplatz gestaltete sich schwierig.

Nach insgesamt 1 1/2 h Fahrtdauer kamen wir gestresst und erschöpft an unserem Ziel an. Auch wenn man mit etwas Ortskenntnis die Fahrzeit noch verringern könnte, lohnt sich für uns persönlich das Pendeln per Auto weder zeitlich noch finanziell. Deswegen gibt es auch nur 1 von 5 Theos.

1_theos

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